So wehren Sie Sich erfolgreich gegen Mobbing am Arbeitsplatz


Artikel vom 12.03.2009 | Kommentar schreiben
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So wehren Sie Sich erfolgreich gegen Mobbing am Arbeitsplatz


So wehren Sie Sich erfolgreich gegen Mobbing am Arbeitsplatz
© Pressmaster / shutterstock.com

Mobbing am Arbeitsplatz kann für die Betroffenen schwerwiegende Folgen haben. Der emotionale Stress kann zu abfallenden Arbeitsleistungen, bis hin zu ernsthaften Depressionen führen. Zudem werden, durch die steigende Zahl der Krankheitstage, das Arbeitsverhältnis und die weiteren Karriereaussichten ernsthaft gefährdet. Obwohl unzählige Ratgeber, Aufklärer und Seminare angeboten und sogar rechtliche Bestimmungen auferlegt werden, ist das Mobben in den Betrieben weit verbreitet.

Nach einer amerikanischen Studie sind vorwiegend Frauen Opfer von Mobbing und werden beleidigt, belästigt oder bedroht. Doch egal ob männlich oder weiblich, Mobbingopfer können erheblich dazu beitragen, dass die Kollegen ihr Verhalten ändern.

Tipps um mit Mobbing umzugehen und sich dagegen zu wehren:

1. Zählen Sie in erster Linie die tatsächlichen negativen Vorfälle ab und notieren Sie sich diese. Vielleicht fühlen Sie sich persönlich nur vermehrt von einer Person angegriffen und steigern sich in das Gefühl hinein, dass diese Person Ihnen schaden will.

2. Denken Sie über Ihr eigenes Verhalten und Auftreten nach. Stellen Sie sicher, dass Sie der mobbenden Person nicht selbst geschadet haben oder Sie diese durch etwas verärgert haben. In dem Fall könnte schon eine Klärung des Problems und eine Entschuldigung die Konfliktsituation beheben.

3. Wenn Sie sicher sind, gemobbt zu werden, fügen Sie sich nicht der Opferrolle, sondern brechen Sie das Schweigen.

4. Fragen Sie ganz offen nach den möglichen Gründen für das Verhalten des Mobbers. Dabei mindern ein Gespräch unter vier Augen und ein höflicher Umgangston das Risiko einer Eskalation oder einer Revanche.

5. Überlegen Sie sich in Ruhe die richtigen Worte, aber äußern Sie stets Ihre Meinung.

6. Unterstellen Sie dem/der Kollegen/Kollegin nicht gleich eine böse Absicht, sondern nehmen Sie an, dass er/sie sich der Auswirkung seines/ihres Benehmens nicht bewusst ist. Antworten Sie nach einer beleidigenden oder belästigenden Aussage z.B. mit „Sicherlich haben Sie es vorhin nicht so gemeint, aber es ist mir unangenehm, wenn Sie sagen, dass …“

7. Wiederholen Sie bei jedem Gespräch mit der mobbenden Person zuerst seine/ihre Aussage, die Ihnen missfallen hat. Danach können Sie sein/ihr Verhalten kritisieren bzw. ihm/ihr erklären, warum es sie stört.

8. Sollten Sie die Situation alleine nicht verbessern können, scheuen Sie sich nicht davor, Ihren Arbeitgeber zu informieren. Sonst könnte dieser zunehmend an Ihren Fähigkeiten zweifeln, wenn Ihre Arbeitsleistung aufgrund des Mobbings nachlässt.

9. Wenn ein Vorgesetzter Mobbing betreibt oder Sie von Ihrem Vorgesetzten nicht verstanden werden, wenden Sie sich an die höchste Instanz im Betrieb. Sollten Sie auch hier auf Ignoranz stoßen, sammeln Sie Beweise und holen Sie sich in jedem Fall Auskunft von öffentlichen Beratungsstellen oder von Ihrem Anwalt.




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