

Auf gesättigte Fettsäuren, z.B. in Kokosfett, das gerne zum Frittieren und Backen verwendet wird, wird gerne geschimpft. Sie führen angeblich dazu, dass die Blutgefäße verstopfen und somit das Herz schwächen.
Auch viele andere Produkte unseres Alltages enthalten diese gesättigten Fettsäuren, so z.B. Milchprodukte und Wurstwaren. Auch wenn diese Fette sicher nicht von ihrer ungesunden Wirkung frei gesprochen werden können, so sind sie doch nicht so schädlich wie zunächst angenommen. So wird z.B. der Cholesterinspiegel durch sie angehoben, jedoch nicht so stark wie befürchtet. Denn durch die gesättigten Fettsäuren werden sowohl die schlechten als auch die guten Cholesterinwerte angehoben, so dass sich das Verhältnis letztlich ausgleicht.
Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren sollte man sich vor den sogenannten Transfetten in Acht nehmen. Sie sind u.a. in einigen Margarine-Sorten und Frittierfett enthalten. In Verruf geraten sind sie, weil sie als krebserregend gelten und sich ungünstig auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken. Daher sollten pflanzliche, gehärtete Fette gemieden werden.
Der Komplettverzicht auf alle Fette ist dagegen in keinem Fall empfehlenswert, denn sie sind notwendig für einen guten Stoffwechsel. Als Beispiel hierfür soll die Gallenblase dienen. Sie braucht das Fett um die Produktion von Gallenflüssigkeit anzuregen, welche für die Verdauung benötigt wird. Man sollte ca. 10 bis 15 Gramm Fett am Tag zu sich nehmen um z.B. unangenehme Gallensteine zu vermeiden, die schwere Gallenkoliken verursachen können. Interessanterweise ist dies ein Krankheitsbild, welches häufig bei Menschen auftritt, die z.B. im Rahmen einer Diät lange Zeit auf Fette verzichtet haben.
Aber auch andere Organe und Stoffwechselprozesse sind von Fetten abhängig, die ohne Fett viele Mangelerscheinungen bewirken würden. Außerdem ist Fett, wie allseits bekannt ein hervorragender Geschmacksträger im Essen.
Tipps, wie Sie den Überblick über Ihren „Fetthaushalt“ behalten:
- Mehr pflanzliche als tierische Fette, wobei pflanzliche Fette den größeren Anteil stellen sollten.
Durch diesen Mix stellen Sie sicher, dass sie genügend notwendige Fette aufnehmen
- Bei Salaten und allem anderen, was kalt zubereitet wird, sollte mit hochwertigen Ölen wie Leinöl, Olivenöl oder auch Walnussöl gearbeitet werden.
- Heiße Gerichte werden am besten mit Raps- oder Olivenöl zubereitet. Auch das anfangs erwähnte Kokosfett eignet sich gut, sofern es nicht gehärtet ist. Fette sollten beim Braten und Frittieren niemals so heiß werden, dass sie rauchen, denn sonst bilden sich die ungesunden Transfette. Daher ist es auch wichtig, immer mit frischem Fett zu frittieren.
- Bei der Verdauung von Fetten helfen z.B. Kurkuma und andere exotische Gewürze, sowie Artischockenextrakt und spezielle Verdauungstees. Der beliebte Schnaps nach dem Essen gaukelt diese Wirkung jedoch nur vor.
- Damit Öle und andere Fette lange haltbar bleiben, sollten sie kühl und dunkel gelagert werden.












