
Immer wieder hört man von Teenagern, die so viel Alkohol trinken, dass sie eine Alkoholvergiftung erleiden und im schlimmsten Fall aufgrund dieser sogar sterben. In der Umgangssprache werden diese Alkoholexzesse der Jugendlichen als das sogenannte „Komasaufen“ bezeichnet. Wissenschaftler der Virginia Commonwealth University sind den Ursachen für diesen gefährlichen Trend nun näher auf den Grund gegangen.
Die Wissenschaftler nahmen im Zuge ihrer Studie die Daten von 5000 Zwillingen, die zwischen 1983 und 1987 geboren wurden, genauer unter die Lupe. Dabei stellten sie dann fest, dass genetische Vorbelastungen sowie auch das soziale Umfeld der Jugendlichen bei dem Vorliegen von Alkoholexzessen eine maßgebende Rolle spielen.
Das Ergebnis der Wissenschaftler unterstützt somit die These, die bereits der bekannte Psychoanalytiker Sigmund Freud vor Jahrzehnten aufgestellt hatte, nämlich dass das Verhalten des Menschen aus einem Zusammenspiel von Genen und Umweltfaktoren bestimmt wird. Darüber hinaus stellten die Forscher auch noch fest, dass Mädchen bei genetischer Vorbelastung und einem entsprechenden sozialen Umfeld eher zu Alkoholexzessen neigen als Jungen. Als entscheidende Umweltfaktoren kristallisierte sich neben der Familie und dem Freundeskreis der Jugendlichen auch noch die Nachbarschaft heraus. Dieser Erkenntnis zufolge erscheint es logisch, dass Stadt-Kinder eher noch von dem „Komasaufen“ betroffen sind als Jugendliche, die aus eher ländlichen Gegenden stammen.












