
Spannungsgefühle oder Schmerzen in der Brust, eine gerötete Brusthaut, Knubbel oder aus den Brustwarzen austretende Flüssigkeit, lösen bei vielen Frauen zumeist große Panik aus, denn sie befürchten, dass sich hinter diesen Symptomen Brustkrebs verbergen könnte. Obwohl einen solche Beschwerden natürlich aufhorchen lassen sollten, können die plötzlich auftretenden Veränderungen aber auch auf ganz ungefährlichen oder gar natürlichen Ursachen beruhen.
Eine besondere Empfindlichkeit und leichte Schmerzen in der Brust, die speziell kurz vor der Periode auftreten, werden in der Fachsprache als Mastodynie bezeichnet. Deren Ursache basiert zumeist auf einem Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron, aber auch das Hormon Prolaktin, welches verstärkt durch Stress, bestimmte Medikamente oder eine Schilddrüsen-Unterfunktion produziert wird, kann die Überempfindlichkeit auslösen.
Auftretende Schmerzen, die nicht mit dem Zyklus zusammenhängen, werden als Mastalgie bezeichnet und können auf eine knotige, teilweise auch zystische Veränderung der Brust hindeuten. Manchmal strahlen die Schmerzen aber auch von der Halswirbelsäule aus oder werden durch einen falsch sitzenden BH verursacht.
Da sich vor der Regel vermehrt Wasser im Gewebe einlagert, kann die Brust hier auch schon einmal spannen oder sich schwerer als gewohnt anfühlen. Schmerzt die Brust und ist gerötet, liegt aber zumeist eine Brustentzündung vor, welche in vielen Fällen auf eine gesteigerte Prolaktinbildung zurückzuführen ist. Tritt Flüssigkeit aus den Brustwarzen aus, ist dies zumeist besonders bei jungen Frauen kein Grund zur Sorge. Etwa jede zweite Frau kann Flüssigkeit aus der Brust drücken, verdächtig ist dies nur dann, wenn lediglich eine Brust Sekret absondert.
Knötchen in der Brust bzw. Verhärtungen des Drüsen- oder Bindegewebes sind bei Frauen zwischen 30 und 50 eher die Regel und selten bösartig. Eine Kontrolle beim Arzt sollte allerdings besonders dann erfolgen, wenn sich der Knoten steinhart anfühlt, nicht rund und abgegrenzt erscheint und sich nicht gegen Haut und Brustmuskel verschieben lässt.












