
Übergewicht ist eines der Themen, die eine Wohlstandgesellschaft, wie die Bundesrepublik Deutschland, immer mehr beschäftigt. Die Betroffenen fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes „schwer belastet“ und greifen häufig zu drastischen und gesundheitsgefährdenden Maßnahmen, um das Gewicht zu senken.
Der offenbar einfachste Weg um die Kilos „purzeln“ zu lassen, ist weniger zu essen. Magenband und Co. bergen allerdings eine Menge Risiken und werden nur bei Extremfällen angewandt. Um das Hungergefühl kurzfristig zu unterdrücken, greifen daher immer mehr füllige Menschen zu Diätpillen, im Speziellen zu Appetitzüglern.
Die Wirkung von Appetitzüglern
In den Pillen ist zumeist Sibutramin enthalten, ein Wirkstoff, der eigentlich als Antidepressivum verwendet wurde und daher auch verschreibungspflichtig ist. Er hat aber auch eine appetitsenkende Wirkung, wodurch er für den Diätpillenmarkt interessant ist. Neben dem Hungerverlust, steigert er außerdem den Energieverbrauch.
So weit, so gut. Doch neben diesen positiven Eigenschaften, sind es vor allem die Nebenwirkungen, die es in sich haben. Der Eingriff ins Nervensystem, kann neben Bluthochdruck und Herzrasen, eine Abhängigkeit hervorrufen und in besonders extremen Fällen sogar bis zum Tod führen. Und das man mit Appetitzüglern unendlich viel Gewicht verlieren kann, ist leider auch nur ein Mythos. Der Abnehm-Effekt, ist auf etwa vier Kilo beschränkt, danach beginnen die Patienten sich allmählich an die Pillen zu gewöhnen. Daher eignet sich die Einnahme von Appetitzüglern höchstens als Einstieg, um eine langfristig umgestellte Ernährung inklusive begleitetem Sportprogramm zu starten. Und jetzt mal ehrlich, wer möchte schon für vier lausige Kilos seine Gesundheit und sogar sein Leben riskieren?












