
Fast jeder kennt sie: Die sogenannten Scheinmedikamente bestehen meist aus pflanzlichen Stoffen, denen zwar keine besondere pharmakologische Wirkung nachgewiesen werden konnte, jedoch allein durch den Glauben an die Wirkung eine Heilkraft nachgesagt wird. Somit sind sie Bestandteil jeder Apotheke.
An den Medikamenten ohne nachweisbare Wirkung scheiden sich die Geister. Viele Ärzte schwören auf die “Kraft aus dem Nichts” und verschreiben ihren Patienten beispielsweise bei Müdigkeit Aufbauspritzen, die Vitamine enthalten, ohne dass ein Vitaminmangel vorrausgegangen ist, mit der Erwartung auf Besserung. Placebokritiker warnen jedoch vor einer Überschätzung der Wirkung und der sinnlosen Medikamenteneinnahme von Placebos.
Bei Schmerzen können Forscher noch am ehesten die Wirkung von Placebos nachvollziehen. Diese kann nämlich wissenschaftlich nachgewiesen werden. Die Forscher der Uni Hamburg machten die schmerzlindernde Wirkung einer eigentlich wirkungslosen Salbe, von der die Patienten aber dachten sie sei es, durch Aufnahmen der Gehirnaktivität sichtbar. Die Untersuchungen zeigten, dass die Probanden körpereigene Schmerzmittel entwickelten.












