
Obdachlose, Arbeitslose, Prostituierte, Kriminelle; das sind die ersten Gesellschaftsgruppen, die den meisten einfallen, wenn man die Frage nach Drogen- und Alkoholabhängigen stellt. Häufiger als gedacht, greifen aber auch Studenten, Manager, Polizisten und andere Berufstätige zu Drogen, die ihr Leben nur scheinbar im Griff haben.
Die Gründe dafür fallen recht unterschiedlich aus: Sie können nicht mit Anforderungen fertig werden, wollen das Leistungsniveau halten oder sind nicht imstande, ihre persönlichen Probleme zu bewältigen. Das Einzige was diese, von der Sucht betroffenen Gesellschaftschichten verbindet, ist ihre Abhängigkeit. Sie greifen alle nach bestimmten Methoden, um sich zu berauschen. Drogen und Alkohol werden nicht nur hinterm Bahnhof oder in zwielichtigen Clubs, sondern auch am Arbeitsplatz, hinter dem Schreibtisch oder im Familienheim konsumiert.
Medikamentensucht
Als ein besonders unauffälliges Suchtmittel gelten die Medikamente. Die Tablettenabhängigen betäuben sich in erster Linie mit verschiedenen Beruhigungsmitteln, Benzodiazepinen, um Ängste zu bekämpfen, sich zu entspannen oder einfach, um einschlafen zu können. Ihre Sucht ist dabei sehr diskret und hinterlässt keine sichtbaren Spuren. Vor allem aus diesem Grund sind immer mehr Menschen von der Medikamentenabhängigkeit betroffen.
Alkoholabhängigkeit
Immer öfter wird Alkohol die Gesellschaftsdroge genannt. Zehn Liter Alkohol pro Kopf wird in Deutschland jährlich konsumiert. Fast 42.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen der Alkoholsucht. Das größte Problem dieser Sucht besteht in erster Linie darin, dass Alkohol legal und gesellschaftlich akzeptiert ist.
Kokainsucht
Kokain gehört zu den teuersten Betäubungsmitteln. Schon für ein Gramm muss man zwischen 40 bis 90 Euro ausgeben. Die Therapie bei Kokainsüchtigen ist besonders problematisch, weil infolge von Kokainkonsum sich positive Gefühle, wie Selbstwert, Energie, Kreativität und Unbesiegbarkeit ins Gehirn stark einprägen, was den Betroffenen erheblich erschwert, sich die negativen Seiten ihrer Sucht bewusst zu machen.












