
Eine britische Langzeitstudie untersucht die Auswirkungen von Überstunden auf koronare Herzkrankheiten (KHK) bei Angestellten in öffentlichen Behörden und veröffentlichte jetzt die neuen Zahlen. Demnach steigt das Herzerkrankungsrisiko bei Arbeitnehmern mit regelmäßigen täglichen Überstunden um fast 60 Prozent gegenüber dem ihrer normal arbeitenden Kollegen.
Das wurde unabhängig von anderen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Übergewicht oder Rauchen, festgestellt. Unabhängig deshalb, weil gerade besonders ehrgeizige Menschen die Überstunden leisteten, um beruflich weiterzukommen, so die Wissenschaftler. Ebenfalls negativ kann sich die zu viel verbrachte Zeit am Arbeitsplatz, auf den Schlaf und die erforderlichen Ruhephasen auswirken.
Einen weiteren möglichen Risikofaktor sahen die Forscher darin, dass ehrgeizige Menschen im Zweifel auch krank im Büro erscheinen würden, was bei unzureichender Auskurierung wiederum das Risiko auf langfristige Erkrankungen erhöht.
Trotzdem sollte nicht unbeachtet werden, dass viele Menschen Freude an ihrem Beruf haben und deshalb auch gerne das ein oder andere Stündchen mehr mit Arbeiten verbringen, ohne gesundheitlich beeinträchtigt zu sein. Insgesamt konnte aber festgestellt werden, dass erhöhter Stress, vor allem in der Gruppe der 37-49 Jährigen Berufstätigen zu einem deutlich erkennbaren KHK-Risiko führte.
Um eindeutig feststellen zu können, ob ein Zusammenhang zwischen Herzkrankheiten und Überstunden besteht, muss noch weitergeforscht werden, so die Wissenschaftler und auch andere Berufsgruppen wie Handwerker oder Angestellte aus privaten Unternehmen mit berücksichtigt werden.













Ich glaube, dass nicht die geleisteten Überstunden an sich der Grund für Herzerkrankungen sind, sondern dass der berufliche Druck,der viele Mitarbeiter zu Überstunden zwingt, die eigentliche Ursache ist( Multitasking) .
Der Mitarbeiter muss sich mit mehrern Projekten gleichzeitig auseinandersetzen, möglichst 24 Stunden erreichbar sein, um dann in kürzester Zeit Ergebnisse abzuliefern.