
Immer wieder wird behauptet, dass der übermäßige Verzehr von Eiern den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt und sogar zu Herzinfarkten führen kann. Studien haben jetzt allerdings gezeigt, dass der Cholesterinspiegel nicht negativ durch die Nahrungsaufnahme von Eiern beeinflusst werden kann.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Sorten von Cholesterin, zum einen das sogenannte „böse“ Cholesterin. Hierbei sorgen LDL- Teilchen(Low Density Lipoproteine) dafür, dass sich das Cholesterin in den Arterienwänden ablagert. Dies kann zu einer Verkalkung der Arterienwände führen, was wiederum die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen, wie Schlaganfälle und Thrombosen erhöht. Zum anderen gibt es noch das sogenannte“ gute“ Cholesterin. Hier sorgen HDL-Teilchen (High Density Lipoproteine) dafür, dass das Cholesterin aus den Arterien abtransportiert wird. Das Risiko für Arteriosklerose, Herz-und Schlaganfälle kann somit reduziert werden.
Cholesterin ist ein Stoff der außer durch die Nahrungsaufnahme zudem ständig vom Körper selbst in der Leber produziert wird. Kommt es dazu, dass die Cholesterinzufuhr durch den Verzehr von Eiern erhöht wird, so drosselt der Körper die Eigenproduktion von Cholesterin und somit bleibt der Cholesterinspiegel weitestgehend konstant.
Es gibt jedoch einen weiteren Stoff, der tatsächlich einen negativen Einfluss auf den Cholesterinspiegel hat. Es handelt sich hierbei um die sogenannten gesättigten Fettsäuren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) soll die Energiezufuhr des Tages nur zu 10% durch gesättigte Fettsäuren gedeckt werden. Wichtiger ist die Aufnahme von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, da diese den Cholesterinspiegel senken.
Die Verteilung der Fettsäuren in einem Ei entspricht fast genau der Idealverteilung der DGE, somit kann festgehalten werden, dass kein negativer Einfluss durch die Aufnahme von Eiern ausgeht. Auch in Studien konnte kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Eiern und einem erhöhten Herzinfarktrisiko festgestellt werden. Bei manchen Personen jedoch ist die Regulierung des Cholesterinhaushaltes gestört, was dazu führt, dass nach Zufuhr von Cholesterin durch Nahrung zusätzliches Cholesterin produziert oder die Produktion übertrieben gedrosselt wird. Am besten sollte man sich von seinem Hausarzt seinen Cholesterinspiegel testen lassen, um zu sehen, ob Handlungsbedarf für eine Ernährungsumstellung besteht.












