
Insbesondere Lebensmittel wie Käse, Wurst und Joghurt sind oftmals in Plastikverpackungen abgepackt. Forscher haben herausgefunden, dass diese Plastikverpackungen in der Regel mit sogenannten Phthalaten bearbeitet wurden, was auf Menschen gesundheitsschädliche Auswirkungen haben kann.
Phthalate sind Weichmacher, welche in Kunststoff wirken, wie Wasser in einem Schwamm. Ein trockener Schwamm ist hart und unflexibel. Kommt er jedoch in Berührung mit Wasser, wird er weich. Wie das Wasser im Schwamm ist auch der Weichmacher nicht fest im Kunststoff gebunden. Im Gegenteil, er löst sich leicht raus, wodurch der Kunststoff wieder hart und zerbrechlich wird. Passiert dies bei Lebensmittelverpackungen, gehen die Phthalate direkt in die Nahrung über.
Nimmt man bei der Nahrungsaufnahme Phthalate zu sich, kann dies in hoher Dosis, gefährliche Nebenwirkungen haben. Sie greifen vor allem das männliche Hormongelichgewicht was insbesondere bei Föten während der Ausbildung im Mutterleib zu Problemen führen kann. Denn das Fehlen von Hormonen kann für die Entwicklung des männlichen Körpers eine Missbildung der Hoden, Nebenhoden, oder sonstige Effekte, die sich auf die Spermien auswirken, bedeuten. Im Ergebnis haben Phthalate negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Männern.
Für Frauen, insbesondere den weiblichen Nachwuchs, sind Phthalate ebenfalls sehr gefährlich, denn wie sich in Tierversuchen zeigte, erhöhen Weichmacher das Krebsrisiko. 2007 stellte das Umweltbundesamt bereits fest, dass im Urin aller untersuchten Kinder Phthalate feststellbar waren, und dass die Werte die akzeptablen täglichen Aufnahmemengen überschritten.
Obwohl der Gesetzgeber darauf reagiert hat, indem die erlaubte Konzentration von Weichmachern in Kunststoffverpackungen verringert wurde, besteht noch immer ein Risiko, denn fraglich ist ob sich auch wirklich alle Hersteller daran halten. Selbst wenn die vom Gesetzgeber auferlegten Grenzwerte eingehalten werden bleibt dieses Risiko bestehen, da mit der Aufnahme von vielen verschiedenen Lebensmitteln auch viele Phthalate aufgenommen werden. Dabei ist schon nicht mehr von einer geringen Belastung zu reden, denn die Wirkungen der Phthalate summieren sich.
Wirklich davor schützen kann man sich nicht, denn auch Bioprodukte, die eher selten in Plastik verpackt sind, sind oftmals stark mit Phthalaten belastet. Das hat zwei Gründe, erstens muss die gesamt Produktions- und Lieferkette in Augenschein genommen werden, denn bevor die Produkte in Papier verpackt werden, werden sie in der Regel in Plastikgefäßen transportiert oder gelagert. Hinzu kommt, dass laut neuesten Studien, auch in Papier und Pappe Phthalate nachgewiesen wurden. Die Weichmacher sind nämlich unter anderem in Druckerfarbe enthalten und bleiben Dank umweltfreundlichem Recycling im Papierkreislauf, wodurch sie dann, für den Verbraucher unsichtbar, in die Lebensmittel gelangen.













Warum wird auf der Plastikverpackung nicht die Qualität des Verpackungsmaterials angegeben .In USA ist das durch Nummern erkannbar.?