
Da Übergewicht einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, wurde bisher angenommen, dass übergewichtige Menschen mit einer verminderten Lebenserwartung zu rechnen haben. Eine aktuelle kanadische Studie brachte entgegen aller Erwartungen aber nun zum Vorschein, dass die Lebenserwartung von Menschen mit leichtem Übergewicht höher ist als die von Unter- und Normalgewichtigen.
Über einen Zeitraum von 12 Jahren überprüften die kanadischen Wissenschaftler regelmäßig die gesundheitlichen Daten von insgesamt 11.000 Probanden. Nach Auswertung der Ergebnisse stellte sich dann heraus, dass die Probanden, welche mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 29,9 leicht übergewichtig waren, ein um 17 Prozent geringeres Sterberisiko aufwiesen als Normalgewichtige. Darüber hinaus konnte durch die Studie belegt werden, dass Untergewicht die Lebenserwartung zu verkürzen scheint. So wiesen Probanden mit einem BMI unter 18,5 ein um 73 Prozent höheres Risiko auf, früher zu sterben als normalgewichtige Testteilnehmer.
Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Alter und Geschlecht wurden in der Studie ebenfalls berücksichtigt und hatten keinen Einfluss auf die Testergebnisse. Eine genaue Begründung für ihre Testergebnisse, konnten die Wissenschaftler noch nicht nennen. Möglicherweise hängt die höhere Lebenserwartung der übergewichtigen Probanden damit zusammen, dass sie aufgrund ihres Gewichts auch über eine erhöhte Widerstandskraft im Krankheitsfall verfügen.












