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Artikel vom 22.01.2010 | Kommentar schreiben
Journal

Schadet Elektrosmog unserer Gesundheit?


Obwohl mittlerweile sogar die Bundesregierung von dem unvorsichtigen Umgang mit stark abstrahlenden Geräten warnt, sind die Auswirkungen von Elektrostrahlung auf die Gesundheit nur sehr wenigen Menschen bewusst.

Für Menschen mit Vorerkrankungen ist Elektrosmog besonders belastend. So wurde mit Hilfe einer unter Multiple Sklerose leidenden Frau eine Studie zu diesem Thema durchgeführt. In der dieser Studie wurde die Basisstation eines schnurlosen Telefons, deren Strahlung 1 000 Mikrowatt pro Quadratmeter beträgt, als Reizquelle eingesetzt. Als Reaktion darauf, zeigte sich auf den Monitoren, an welche die Frau angeschlossen war die genaue Charakteristik von Spasmen. Das bedeutet der Körper der Frau reagierte auf die Strahlung in Form von krampfartigen Zuständen des Muskelsystems an der Hautoberfläche. Daneben wurde auch eine leichte Veränderung der Herzaktionen festgestellt. Auch wenn gesunde Körper in geringerem Maße auf die Strahlung reagieren, ist dies trotzdem bedenklich, denn Strahlenquellen finden sich überall.

So strahlt ein Mobilfunkmast im D-Netz rund um die Uhr eine Grundlast von 300 Mikrowatt pro Quadratmeter aus. Tagsüber kann sich die Strahlung sogar verdoppeln.

Viele Menschen achten bei der Wohnungs- oder Haussuche bereits darauf, dass sie nicht in unmittelbarer Nähe eines Mobilfunkmasts wohnen. Dass sich in jedem Haushalt weitaus gefährlichere Geräte befinden ist den meisten Menschen jedoch nicht bewusst. Ein über WLAN betriebenes Radio beispielsweise produziert mit 1 500 Mikrowatt pro Quadratmeter fünfmal mehr Strahlung als ein Mobilfunkmast.

Auch Notebooks arbeiten mit WLAN. Beim Seitenaufbau lässt bei 15 000 Mikrowatt pro Quadratmeter die stärkste Strahlung messen. Der WLAN-Router an sich ist da noch nicht mit einberechnet; seine Strahlung bemisst sich auf rund 2 000 Mikrowatt pro Quadratmeter. Die Basisstationen schnurloser Telefone strahlen mehr als doppelt so viel. Richtig hoch ist außerdem die Strahlung von Babyfone, welche ebenfalls nach dem DECT-Standard arbeiten. Sie bemisst sich rund um die Uhr, egal ob das Babyfon in Gebrauch ist oder nicht, auf ganze 20 000 Mikrowatt pro Quadratmeter.

Allgemein wird deshalb geraten, sofern möglich auf alles Schnurlose zu verzichten, und lieber das Kabel ins Internet zu gehen, oder schnurgebundene Telefone, insbesondere bei längeren Gesprächen zu benutzen.

Doch das ist nicht alles. Es gibt auch die sogenannte niederfrequente Strahlung, welche von Stromleitungen und Geräten ausgeht, die an diese angeschlossen sind. Sofern die Elektroinstallation der Wohnung jedoch gut verlegt ist, ist dies nicht weiter bedenklich. Bei einem zu hohen Wert sollte man vorsichtig sein, da niederfrequente magnetische Felder als möglicherweise Krebserregend gelten.

Um mit der Strahlung möglichst gesundheitsfördernd umzugehen, sollten Orte an denen Menschen sich am meisten aufhalten, wie Kinder-, Schlaf- und Wohnzimmer strahlungsfreie Zone bleiben. Denn auch wenn man die Technik mittlerweile nicht mehr aus dem Leben verbannen kann, kann man doch ein wenig Abstand von den Geräten nehmen.

Außerdem strahlen aber auch nicht alle Geräte gleich viel, so hat das Bundesamt für Strahlenschutz eine Liste ins Internet gestellt auf denen Sie Hersteller von strahlungsarmen Telefonen finden. Und für das ÖKO-TEST-Jahrbuch 2010 wurden Babyfone auf Strahlung untersucht.

Auch das Ausschalten von Geräten, wie dem WLAN-Router, über Nacht kann ein wenig helfen. Und doch nützt es alles nichts, wenn mein sein Essen mit Strahlung aufwärmt, denn mit 150 000 Mikrowatt pro Quadratmeter, strahlt die Mikrowelle am meisten. Deshalb möglichst viel Abstand halten, oder am besten gleich darauf verzichten!





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