
Weichmacher scheinen einen Risikofaktor für das gesunde Wachstum von Babys im Mutterleib darzustellen. So brachte eine Studie der University Shanghai nun zum Vorschein, dass Babys besonders häufig mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht zur Welt kommen, wenn sie während der Schwangerschaft einer überhöhten Belastung mit Weichmachern ausgesetzt waren.
Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 201 Babys und deren Mütter. Von den 201 Neugeborenen wiesen 88 ein sehr niedriges Geburtsgewicht auf und galten so als untergewichtig. Durch Untersuchungen des mütterlichen Bluts und des Nabelschnurbluts der Säuglinge stellten die Wissenschaftler dann fest, dass diese Babys und ihre Mütter eine besonders hohe Konzentration an bestimmten Weichmachern (Phtalate) im Blut aufwiesen.
Bisher wurde angenommen, dass Weichmacher zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen können. Den Ergebnissen dieser Studie zufolge haben diese aber anscheinend auch einen Einfluss auf die Entwicklung. Der Kontakt mit den Weichmachern im Mutterleib stellt daher einen Risikofaktor für die Untergewichtigkeit von Neugeborenen dar und kann somit auch zu gesundheitlichen Komplikationen im Kindesalter wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen führen.












