
Wer Bio-Produkte kauft will seinem Körper und der Umwelt etwas Gutes tun. Doch viele wissen nicht, dass biologisch angebaute Lebensmittel durchaus Zusatzstoffe enthalten und in gewissem Umfang gespritzt werden dürfen. Außerdem ist Bio nicht gleich Bio. Seit dem Bio-Boom, gibt es ökologisch angebaute Lebensmittel auch im Discounter zu kaufen. So sind die Preise zwar erschwinglich geworden, doch wie Bio diese Produkte wirklich sind ist fraglich. Die Produkte der Discounter tragen das EU-Öko-Siegel. Tatsächlich sind die Kriterien dieses Siegels lange nicht so streng wie die Kriterien von traditionellen Bio-Verbänden wie Bioland und Demeter. Nach der EU-Öko-Verordnung sind nämlich noch ganze 47 Zusatzstoffe erlaubt.
Dadurch dass im Allgemeinen weniger Spritzmittel und Zusatzstoffe erlaubt sind als bei konventionell hergestellten Lebensmitteln, verderben Bio-Produkte leider auch schneller. Deshalb sind eine sorgfältige Produktion und Lagerung, und die Frische der Produkte hier besonders wichtig, um nicht später hohe Keimzahlen in Lebensmitteln vorzufinden.
Auch bezüglich der Umwelt ist Bio nicht immer besser als konventionelle Produkte. Denn Äpfel aus Neuseeland oder Paprika aus Israel haben müssen erst einmal eine weite Reise antreten bevor sie im deutschen Bioladen ankommen. Wirklich umweltfreundlich einkaufen tut man nur, wenn man sich an Saisonobst und -gemüse aus der Region hält, da dieses nur kurze Transportwege hat und nicht aufwendig gelagert werden muss.
Außerdem gilt generell: Frische Ware einkaufen und zuhause selbst verarbeiten anstelle sich von Fertigprodukten zu ernähren. Nur so weiß man wirklich was man isst.












