Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Bedenklich?


Artikel vom 04.02.2011 | Kommentar schreiben
Journal

Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Bedenklich?


Die Liste der Zusatzstoffe bei vielen Fertigprodukten ist oft lang und für den Verbraucher undurchschaubar. Das wirkt nicht nur ein bisschen unheimlich, sondern hinterlässt auch einen faden Beigeschmack, denn mit natürlichen Lebensmitteln haben die Zusatzstoffe nichts mehr zu tun.Insgesamt gibt es derzeit 316 von der Europäischen Union (EU) zugelassene Zusatzstoffe. Kein Wunder, dass man angesichts dieser Zahl als Verbraucher den Überblick verliert.

Durch Zusatzstoffe wird erreicht, dass Lebensmittel länger haltbar sind, länger frisch aussehen und vieles mehr. Eigentlich ist dies ja ganz im Sinne der Verbraucher, oder? Die in der EU zugelassenen Zusatzstoffe wurden zunächst in Klassen unterteilt und bieten so erste Anhaltspunkte für den Verbraucher. So stehen die E-Nummern von 100 bis 199 z.B. für Farbstoffe, die Nummern von 200 bis 299 für Konservierungsstoffe. Darüber hinaus gibt es auch einige nicht eindeutig klassifizierbare Zusatzstoffe wie z.B. Ascorbinsäure, die für mehrere Zwecke (Säuerung, Farbstabilisation und Antioxidationsmittel) angewendet wird.

So viel Chemie, das muss doch gesundheitsgefährdend sein?

Chemie ja, aber nicht gesundheitsgefährdend, zumindest, wenn der Zusatzstoff ein E in der Bezeichnung trägt. Das bedeutet nämlich, dass dieser durch die EU geprüft und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wurde. Andernfalls würden die Stoffe keine Zulassung erhalten. Es gibt jedoch Ausnahmen. So stehen einige Zusatzstoffe in Verdacht, Krebs erregend zu sein oder Allergien auszulösen. Für diesen Fall sind jedoch Grenzwerte festgelegt worden, die bei normaler Ernährung kaum überschritten werden können.

Wirklich gefährlich können die Zusatzstoffe allerdings für Allergiker und von Stoffwechselerkrankungen Betroffene werden. Schwerwiegende Unverträglichkeiten treten jedoch nur äußerst selten auf, meist in Zusammenhang mit einer Allergie gegen Sojaeiweiß, dass oft als Bestandteil der Zusatzstoffe verwendet wird. Einige Zusatzstoffe, z.B. die Konservierungsstoffe Sorbinsäure und Benzoesäure oder einige Farbstoffe, können jedoch so genannte Pseudoallergien hervorrufen. Hierbei zeigen sich leichte, aber keinesfalls lebensbedrohliche Allergiesymptome wie Hautauschläge oder Brennen im Mund.

Kennzeichnungspflicht für Zusatzstoffe

Was drauf steht, ist auch drin; in der EU müssen alle verwendeten Zusatzstoffe auf der Packung angegeben sein. Vollständig ist die Angabe nur, wenn Funktionsklasse (z.B. Konservierungsstoff) sowie Name oder E-Nummer des jeweiligen Zusatzstoffes enthalten sind. Leider fällt diese Kennzeichnungspflicht an der Theke beim Bäcker oder ähnlichem weg, hier genügt der Hinweis auf die Funktionsklasse. Allergiker sollten hier nachfragen oder im Zweifelsfall vom Kauf absehen.


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