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Artikel vom 08.12.2008 | Kommentar schreiben
Mietrecht

Bundesgerichtshof: Mietspiegel auch für Einfamilienhäuser


Der Bundesgerichtshof hat beschlossen, dass Vermieter von Einfamilienhäusern nun ebenso wie die Vermieter von Mehrfamilienhäusern, die Mieten mit Begründung auf den ortsüblichen Mietspiegel erhöhen dürfen. Das hat zur Folge, dass Vermieter jetzt schneller und leichter die Mietpreise steigern können.

In der Vergangenheit haben die meisten Gerichte argumentiert, dass sich der Mietspiegel für den Vergleich nicht eignet, da in diesem in der Regel keine Angaben über Einfamilienhäuser enthalten sind. Der Bundesgerichtshof wiederlegte diese Praxis mit der Begründung, dass die Miete für Einfamilienhäuser in den meisten Fällen höher ist, als die Miete für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Die neue Regelung hat für die Vermieter den Vorteil, einfacher die Mieten zu erhöhen. Sie brauchen nicht mehr drei Vergleichshäuser zur Begründung heranziehen oder einen teuren Sachverständigen beauftragen. Die Mieter profitieren durch eine klare Rechtslage. Mietverträge, die jährliche Staffelmieten vorsehen, sind so nicht mehr notwendig.