
Unzählige, mitunter schädliche Stoffe befinden sich in der Luft, die wir tagtäglich atmen. Sind wir draußen unterwegs, lässt es sich nicht vermeiden, mit derartigen Stoffen in Kontakt zu kommen. Anders verhält es sich allerdings in den eigenen vier Wänden. Sollte man meinen.
Schadstofffrei leben - reine Glückssache!
Tatsächlich ist es nicht jedem vergönnt eine Gift- und Schadstofffreie Wohnung zu besitzen. Oftmals sind es Stoffe, die aus Lasierungen, Wandfarben oder Baustoffen ausdünsten. Auch Kleber und verschiedene Holzschutzmittel sind Quelle von Schadstoffen. Um sicher herauszufinden, ob und wie viel Schadstoffbelastung vorliegt, bleibt nur die Möglichkeit, ein Gutachten erstellen zu lassen. Dies sollte aber ein wohlüberlegter Schritt sein, denn ein Gutachten ist nicht grade preiswert und im Regelfall werden ihnen die Kosten nicht erstattet. Wenn sie der Meinung sind, dass ihre Wohnung belastet ist, müssen sie dies ihrem Vermieter erst einmal beweisen. Geht die Sache dann vor Gericht, wird ein zweites, oft noch kostspieligeres Gutachten nötig. Sie sollten sich diesen Schritt daher gut überlegen.
Wann macht ein Gutachten Sinn?
Ein Gutachten erstellen zu lassen macht Sinn, wenn zum Beispiel ein Familienangehöriger unter Allergien oder Asthma erkrankt und der Verdacht naheliegt, dass die Wohnung dafür verantwortlich sein könnte. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine derartige Erkrankung parallel zum Einzug auftritt. Oder wenn sich Krankheitssymptome sich beim Aufenthalt in der Wohnung verschlimmern. Natürlich können sie ein Gutachten auch aus reinem Interesse erstellen lassen. Doch Vorsicht! Sollten sie sich für ein Gutachten entschieden haben, wählen sie das Prüfungsinstitut mit Bedacht aus! Unbedingt zu vermeiden sind Prüfungsinstitute, die mit Sanierungsfirmen kooperieren. Möglicherweise ist diesen nämlich nicht an ihrem Wohlergehen, sondern eher an einem satten Gewinn gelegen. Gesundheitsämter und technische Überwachungsvereine wie der TÜV führen auch oft Schadstoffmessungen durch.
Wenn der Gutachter kommt…
Steht der Gutachter vor der Tür, heißt es erst mal ruhig bleiben. Auch wenn sie möglicherweise aufgebracht sind. Schildern sie die Problematik ruhig und sachlich. Der Gutachter wird dann Proben entnehmen, um die Schadstoffbelastung zu testen. Wahrscheinlich wird eine gebäudephysikalische Messung vorgenommen. Anschließend werden die gesammelten Daten im Labor ausgewertet. Ihr Gutachter wird seine Meinung schriftlich kundtun und weiterführende Empfehlungen aussprechen.
Natascha N., 02.03.2012












