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Artikel vom 14.04.2009 | Kommentar schreiben
Mietrecht

Modernisierung der Mietwohnung - Regeln für Vermieter und Mieter



Damit der Vermieter eine Modernisierung durchführen kann, muss er sich an bestimmte Regeln halten, die sowohl ihn als auch Mieter betreffen. Jegliche Modernisierungsarbeiten müssen vor allem in richtiger Zeit angekündigt werden, sie können dem Mieter das Recht zur Kündigung geben sowie in gewissem Maße die Höhe der Miete verändern.

Vor allem ist es wichtig, zwischen Modernisierung und Reparatur- bzw. Erhaltungsarbeiten zu unterscheiden. Modernisierung bezieht sich vor allem auf solche Arbeiten, wie Verbesserung des Zustands von Haus oder Wohnung, Schaffen von neuem Wohnraum oder die Arbeiten, die zur Einsparung von Wasser oder Energie führen.

Die Modernisierung muss spätestens drei Monate vor dem Beginn der Arbeiten schriftlich angesagt werden. Dabei muss die Ankündigung die ausführlichen Informationen sowohl über Beginn, Art, Umfang und Dauer der Modernisierungsarbeiten, als auch über die eventuelle Erhöhung der Miete beinhalten.

Unter Berücksichtigung der Mietanhebung, aber auch verschiedener Unbequemlichkeiten, die zwangsläufig aus den Renovierungsarbeiten resultieren, hat der Mieter Recht, vorzeitig zu kündigen. Dann ist der Mieter dazu verpflichtet, dem Vermieter das Kündigungsschreiben bis zum Ende jenes Monats zu übergeben, der dem Monat folgt, in dem die Modernisierung angekündigt wurde. Danach muss der Mieter einen Monat später ausziehen. Wer sich von den Modernisierungsmaßnahmen besonders hart getroffen fühlt, könnte auch den Anspruch auf eine Mietminderung haben, in diesem Fall braucht man aber einen fachkundigen Rat.

Die Modernisierungsarbeiten können auch die Grundlagen für die Mieterhöhung schaffen. Der Vermieter kann die Miete auf zwei Weisen erhöhen. Entweder darf er elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen oder die Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete anheben. Bei der Mietänderung muss jedoch der Vermieter berücksichtigen, im welchen Grade die Mieter individuell von bestimmten Modernisierungsmaßnahmen profitieren. Wenn der angekündigte Modernisierungsbetrag wegen der zusätzlichen Renovierungskosten um mehr als zehn Prozent höher ist, darf die Mieterhöhung erst nach sechs Monaten erfolgen.





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