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Artikel vom 12.03.2009 | Kommentar schreiben
Bewerbungstipps

Tipps zum Vorstellungsgespräch


Tipps zum Vorstellungsgespräch
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Informieren Sie sich zu Anfang ausgiebig über Ihren möglichen Arbeitgeber; wenn möglich über die firmeneigene Internetseite. Achten Sie dabei neben den Hauptaufgaben des Unternehmens, auf aktuelle Projekte, Zielsetzungen des Unternehmens, auf mögliche Standorte, sowie auf Kooperationspartner. Kann man das Unternehmen als Kunde betreten, nutzen Sie die Gelegenheit und besichtigen Sie die Umgebung Ihres potentiellen Arbeitsplatzes und achten Sie beispielsweise auf Kleidung und Umgangsformen.

Planen Sie rechtzeitig Ihre Anreise und bereiten Sie sich auf Verzögerungen durch Staus oder verspätete Züge ein. Ersparen Sie sich langes Suchen, indem Sie schon einige Tage vor dem Termin den Weg einmal abfahren. Nehmen Sie für den äußersten Notfall ein Handy und die Telefonnummer Ihres Ansprechpartners mit.

Die Kleidung sollte für ein Vorstellungsgespräch generell ordentlich und gepflegt sein. Der genaue Stil hängt dabei von der Branche des Unternehmens ab: In einer Bank oder in einer Versicherung ist ein konservativer Kleidungsstil (Anzug, Krawatte/Hosenanzug) angemessen. In der Werbe- oder Kunstbranche ist der Dresscode dagegen etwas zwangloser. Allerdings sollte die Kleidung trotzdem dezent und anständig wirken. Frauen sollten in keinem Fall aufreizende Ausschnitte oder Miniröcke tragen.

Nehmen Sie zu Ihrem Bewerbungsgespräch die Einladung, eine Kopie Ihrer Bewerbung und eventuell beglaubigte Kopien Ihrer Zeugnisse und Bescheinigungen mit. Anschließend kann ein fester Händedruck zu Beginn des Gespräches schon entscheidend sein. Üben Sie den kräftigen Händedruck mit einem Bekannten. Im Vorstellungsgespräch sollten Sie auf regelmäßigen Blickkontakt mit Ihrem Vorgesetzten achten, um Interesse und Selbstbewusstsein zu signalisieren. Auch die eigene Körpersprache spielt eine große Rolle: Stehen und sitzen Sie gerade und aufrecht. Verschränken Sie nicht die Arme und halten Sie die Hände ruhig.

Passen Sie Ihren Umgangston dem Unternehmen und der Abteilung an. Dieser kann sich wieder zwischen einer konservativen Bank und einem jungen Medienunternehmen unterscheiden. Die Aussprache sollte in jedem Fall deutlich und bestimmt sein; eine vulgäre Sprache oder ein Slang sind definitiv unerwünscht. Üben Sie Mimik, Gestik und Aussprache vor dem Spiegel oder mit einem Bekannten.

Häufig gestellte Fragen:
Zu Beginn eines Bewerbungsgesprächs wird der Bewerber oft aufgefordert, etwas von sich zu erzählen. Das bedeutet, der eigene Lebenslauf soll kurz vorgestellt werden. Angebracht ist es, die eigenen Qualifikationen, die den potentiellen Arbeitgeber interessieren könnten, hervorzuheben. Auf ausgedehnte Geschichten und private Probleme sollte hier verzichtet werden.

Besonders häufig wird gefragt, was Sie über die Firma wissen, ob Sie die Produkte kennen und ob Sie die Marktposition einschätzen können. Informieren Sie sich vorab ausgiebig darüber. In diesem Zusammenhang kann auch die Frage gestellt werden, warum Sie sich gerade bei dieser Firma beworben haben. Beschreiben Sie Ihr Interesse an den Produkten und unterstützen Sie die Unternehmensphilosophie.

Zweifellos werden Sie nach Ihren Erwartungen gefragt, die Sie an die Firma und an Ihre zukünftige Arbeit stellen. Gehen Sie auf Möglichkeiten ein, die die Firma Ihnen bietet, Ihre beruflichen Ziele umzusetzen. Zeigen Sie Interesse für die Aufgaben, für die Sie sich beworben haben und begründen Sie es. Sollten Sie zu bestimmten Aufgabengebieten offene Fragen haben, zögern Sie nicht diese zu stellen.

Sollten Sie gefragt werden, was Sie für die Firma leisten oder wie Sie zu deren Erfolg beitragen können, spielen Sie auf positive Ergebnisse an, die Sie evtl. bei Ihrem ehemaligen Arbeitgeber erreichen konnten. Auch besondere Kenntnisse oder persönliche Stärken können hier erwähnt werden.

Bereiten Sie sich ebenso auf die Frage vor, warum der Personalchef gerade Sie einstellen soll und was Sie von den anderen Bewerbern unterscheidet. Erwähnen Sie in diesem Zusammenhang nochmal kurz Ihre Ausbildung oder Fachrichtung und Ihre Erfahrungen (Praktika, Weiterbildungen) in den Bereichen, die dem Unternehmen zu Gute kommen können. Als Alternative können Sie auch nochmal dezent persönliche Vorteile, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit oder besondere Kreativität hervorheben. Die Eigenschaften sollten aber zu dem Unternehmen passen.

Oft werden die Bewerber nach ihren Stärken und Schwächen gefragt. Zählen Sie Ihre positiven Eigenschaften nicht stichpunktartig auf, sondern wählen Sie einige wichtige Stärken und begründen Sie diese, evtl. mit Beispielen oder Erfahrungen. Verzichten Sie bei den Schwächen auf Standardantworten, die auch als Stärke interpretiert werden können, wie Ungeduld oder Perfektionismus. Nennen Sie eine oder zwei Ihrer (kleinen) Schwächen, die aber für Ihre zukünftige Tätigkeit weniger von Bedeutung sind. Sie können Schwächen auch abmildern, indem Sie angeben, daran zu arbeiten und auf den Lerneffekt hinweisen, den Sie daraus gewonnen haben.

Viele Unternehmen legen generell Wert auf Allgemeinbildung, bzw. am häufigsten auf Interesse an Politik und Wirtschaft. Lesen Sie regelmäßig Tageszeitung und informieren Sie sich in den Nachrichten über aktuelle Themen. Halten Sie sich dennoch mit der eigenen (politischen) Meinung vorerst zurück.

Zum Ende eines Vorstellungsgesprächs werden Sie möglicherweise aufgefordert, Fragen zum Unternehmen zu stellen. Diese können Sie sich auch vorher notieren und zum Bewerbungsgespräch mitnehmen. Achten Sie aber darauf, keine Fragen zu stellen, deren Antwort sich aus dem Gespräch ergeben hat oder welche zuvor leicht zu recherchieren gewesen wäre. Es bieten sich Fragen zu Ihrer zukünftigen Arbeitsstelle an, wie beispielsweise die Größe des Teams, die Art und Weise der Einarbeitung, die Gewichtung Ihrer Aufgaben, sowie Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.





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