
Vorstellungsgespräche bergen viele Fallen, in die wir aufgrund unserer Unsicherheit oder der Aufregung gerne mal tappen. Eine der Fallen ist der negative Bezug zum alten Arbeitgeber.
Wer bei der Frage, wieso er den alten Job zugunsten einer neuen Stelle aufgeben möchte, negative Kritik äußert und den alten Arbeitgeber ins schlechte Licht rückt, kommt meist schlecht an.
Personaler werden schnell hellhörig, wenn Unzufriedenheit und Probleme mit dem Chef die treibenden Faktoren für die Bewerbung auf die neue Stelle sein könnten.
Daraus lassen sich weitere Schlüsse ziehen. Der Bewerber oder die Bewerberin eckt an ihrem alten Arbeitsplatz mit den Kollegen oder dem Chef an, versagt womöglich bei der Teamarbeit und möchte sich nun in eine neue Stelle flüchten. Es ist nicht gerade schmeichelhaft für den neuen Arbeitgeber, wenn er als Fluchtmöglichkeit fungiert und keine tieferen Motive und innere Motivation dahinterstecken.
Soll die neue Stelle lediglich eine Zwischenstation sein, die als Insel der Erholung dienen soll und für die sich nicht gerade wählerisch entschieden worden ist? Ist das nämlich der Fall, sind die Personaler sehr vorsichtig, weil sie sich keinen Risikofaktor ins Boot holen wollen, für den ein erneuter schneller Wechsel nicht ausgeschlossen ist und der schlichtweg unzuverlässig sein könnte.
Wer direkt mit der Tür ins Haus fällt und die alte Firma oder den alten Job schlecht macht, kommt schnell als Nörgler oder dauerunzufrieden rüber. Unabhängig von der wahren Motivation, hinter der sicherlich immer ein Fluchtaspekt stecken kann, sollte man dem neuen Arbeitgeber das Gefühl geben, begehrt zu sein. Nur so strahlt man im Bewerbungsgespräch Positivität aus.
Marina G., 10.02.2012












