Gehaltserhöhung : Das Gehalt richtig verhandeln


Artikel vom 12.03.2009 | Kommentar schreiben
Journal

Gehaltserhöhung : Das Gehalt richtig verhandeln


Jede Arbeit muss entsprechend belohnt werden, doch oft fühlen Arbeitnehmer sich unterbezahlt. Besonders wenn das Arbeitsverhältnis einige Jahre überdauert, hat der Beschäftigte an Erfahrung, Wissen und möglicherweise an Verantwortung gewonnen. Spätestens an diesem Punkt wird über eine Gehaltsverhandlung nachgedacht. Viele Menschen schrecken davor zurück, obwohl die Bedenken eigentlich unnötig sind. Eine aussichtsreiche Forderung nach einer Gehaltserhöhung sollte aber bestmöglich vorbereitet sein.

Folgende Tipps können helfen:

- Das Beschäftigungsverhältnis in dem Unternehmen sollte in jedem Fall länger als sechs Monate andauern. Kurz nach der Einstellung werden Sie keinerlei Gehaltserhöhung durchsetzen können.

- Informieren Sie sich zuerst über die Geschäfts- und Auftragslage, die Personalentwicklung und die letzten Erfolge Ihres Unternehmens. Bei aktuell steigenden Umsatzzahlen erhöht sich beispielsweise auch Ihre Chance auf eine verbesserte Entlohnung. Sollte Ihr Unternehmen aber mit einer wirtschaftlichen Krise zu kämpfen haben, verzichten Sie besser auf Ihre Forderung.

- Überzeugen Sie als ersten Ansprechpartner Ihren direkten Vorgesetzten, da dieser Ihre Arbeitsleistungen kennt; selbst wenn dieser nicht über eine Gehaltserhöhung bestimmt.

- Denken Sie sich in die Situation Ihres Vorgesetzten und fragen Sie sich, welchen Job er von Ihnen erwartet. Überlegen Sie, welche Leistungen für ihn wichtig und wie er Sie einschätzen könnte.

- Haben Sie zu Erfolgen des Unternehmens, zu neuen Kunden, zu verbesserten Umsätzen oder Ersparnissen beitragen können? Haben Sie ein Projekt erfolgreich abschließen können? Wenn das der Fall ist, sollten Sie die Gehaltsverhandlung darauf aufbauen.

- Beschreiben Sie ihrem Chef Ihre Stärken, schildern Sie Ihre Leistungen und schlagen Sie ihm wenn möglich, weitere Aufgaben oder Verantwortung vor, die Sie in Zukunft übernehmen könnten.

- Recherchieren Sie im Internet und/oder über Gehaltslisten über den Gehaltsrahmen, in dem ein Mitarbeiter in Ihrem Alter mit der entsprechenden Ausbildung verdient. Überlegen Sie sich zuvor ein Minimum und ein Maximum Ihrer gewünschten Erhöhung und teilen Sie den Betrag in Prozent statt in Euro mit. Angemessen sind zumeist Forderungen zwischen 5 und 15%, damit Ihr Vorgesetzter noch einen Verhandlungsspielraum hat.

- Wählen Sie den richtigen Moment für das Gespräch. Der Vorgesetzte sollte keine wichtigen Termine an demselben Tag haben. Ein Positionswechsel in der Firma oder die Übertragung neuer Aufgaben stellen ebenso einen guten Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung dar.

- Vermeiden Sie es, das Gehalt anderer Mitarbeiter oder den Betrag aus der Gehaltsliste, über die Sie sich informiert haben, zu erwähnen. Verweisen Sie ebenfalls nicht auf die gestiegenen Lebenskosten. Diese Argumente verdeutlichen Ihrem Chef, dass Sie sich keine Gedanken über Ihre Forderung gemacht haben.

- Drohen Sie Ihrem Vorgesetzten auf keinen Fall mit negativen Konsequenzen. Das könnte Sie nicht nur den verbesserten Lohn, sondern auch Ihren Job kosten.

- Denken Sie über eine Alternative zu einer fixen Gehaltserhöhung nach, z. B. verkürzte Arbeitszeiten, eine Provisionsregelung für zusätzlich erbrachte Leistungen oder einen (neuen) Firmenwagen.





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