
Angestellte vertrödeln ihre Arbeitszeit. Umgerechnet zwei Arbeitstage in der Woche sind ungenutzt. Doch auch viele Führungskräfte sind unproduktiv. Sie vergeuden durch administrative Tätigkeiten wertvolle Arbeitszeit. Somit bleibt ein enormer Anteil des Potentials in deutschen Unternehmen ungenutzt. Die Gründe für diesen Produktivitätsmangel sind unterschiedlich. Als Hauptursachen gelten jedoch mangelnde Kommunikation und schlechte Führung.
Der höchste Anteil unproduktiver Arbeitszeit wurde im Bergbau gemessen, gefolgt von der Nahrungsmittel- und Getränkebranche und dem produzierendem Gewerbe. Effektiver wird im Einzelhandel, in der Kommunikationsbranche und dem Finanzdienstleistungssektor gearbeitet.
Deutsche Firmen weisen neben südafrikanischen Unternehmen weltweit die meiste unproduktive Arbeitszeit auf. In den Wachstumsregionen (China, Brasilien, Indien und Russland) sieht die Ausnutzung des Potentials anders aus. Dort wird wesentlich effektiver gearbeitet als in Deutschland.
Die Gründe für diese Verschwendung des Potentials liegen meist in den Unternehmen selbst. Mangelhafte Qualifikation der Führungskräfte, hohe Mitarbeiterfluktuation, geringe Motivation der Mitarbeiter und interne Kommunikationsprobleme. Die Unternehmen haben das Problem zwar erkannt, setzten aber lediglich auf IT-Investitionen um den Verwaltungsaufgaben zu reduzieren und nicht auf die Schulung ihrer Führungskräfte.
Führungskräfte in Europa und Nordamerika klagen über eine besonders strake Belastung durch administrative Tätigkeiten. Manager müssen ein enormes Lesepensum durch eine Vielzahl von Berichten bewältigen. Das hindert sie an ihrer eigentlichen produktiven Arbeit.









