
In Zeiten immer magerer werdender Kassenleistungen unserer gesetzlichen Krankenkassen überlegen viele, ob es nicht sinnvoller wäre, in eine private Versicherung zu wechseln. Darunter sind auch viele Eltern, die die optimale Versorgung in Sachen Gesundheit für ihren Nachwuchs wollen. Doch lohnt es sich wirklich bereits für Kleinkinder eine private Krankenversicherung abzuschließen?
Generell müssen Eltern gewisse Voraussetzungen erfüllen, wenn sie beabsichtigen ihr Kind privat zu versichern. Wenn bereits beide Elternteile privat versichert sind, stellt sich diese Frage natürlich nicht, denn in diesem Fall ist es die einzig mögliche Variante. Ist aber ein Elternteil privat und einer gesetzlich versichert sieht es anders aus. Dann kann man wählen, ob man entweder die beitragsfreie Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen oder eine private Versicherung zu einem niedrigen Beitragssatz aufnimmt. Dies gilt aber nur, wenn das Jahresentgelt des privatversicherten Elternteils einen Betrag von 49.550 Euro nicht übersteigt. Liegt das Einkommen über dieser Grenze entfällt die Möglichkeit der Beitragsfreien Familienversicherung, dann muss auch in der gesetzlichen Krankenkasse ein Beitrag gezahlt werden. Dieser liegt etwa bei 130 Euro. Der Antrag zur Aufnahme in eine private Versicherung erfolgt, wenn er innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt gestellt wurde, ohne Aufschläge und ohne eine Prüfung der Leistungsvereinbarung des bereits versicherten Elternteils. Wird der Antrag später gestellt, ist es möglich, dass die Kassen die Tarife individuell anpassen. So ist eventuell auch mit Risikoaufschlägen zu rechnen, wenn man ein Kind mit chronischen Krankheiten hat. Die Höhe des Beitrages ist gestaffelt und nicht vom Einkommen der Eltern abhängig. Im Durchschnitt bewegen sich die Beiträge in einem Rahmen von 60-120 Euro. Dieser Beitrag muss für jedes Kind separat entrichtet werden.
Was die Leistungen betrifft, deckt die gesetzliche, wie auch die private Versicherung den Grundbedarf gut ab. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sind bei beiden Versicherungen inklusive. Im Großen und Ganzen hängen die Leistungen der privaten Versicherung vom Leistungskatalog der einzelnen Kassen ab. Zusatzleistungen können bei der privaten Versicherung dazu gekauft werden. Informationen zu den Leistungen der einzelnen privaten Versicherer erhält man auf deren Internetseiten, oder direkt bei der Versicherung. Für Menschen, die über dem Höchstsatz der gesetzlichen Krankenkassen liegen, kann es eventuell interessant sein eine private Versicherung zu wählen. Generell hängt es also von den Vorstellungen des Einzelnen ab, ob man sein Kind privat oder gesetzlich versichern möchte - gut abgesichert ist es so oder so.












